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Philologie als Zweitstudium

Am Anfang ist alles verwirrend, da gibt es keine peinlichen Fragen!
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Blaue Socke
Neologismus
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Philologie als Zweitstudium

Beitrag von Blaue Socke » Fr 08.Apr 2016, 18:40

Heya crew des Narrenschiffs,
Ich hab eine ganze Menge Fragen - die meisten werden sich wohl durch weiteres Lesen beantworten lassen. Ich versuche es dennoch mal hier, vielleicht erbarmt sich ja jemand.
Dazu ein paar Hintergrund Informationen.
Ich habe ein jahr an der GlasgowSchoolofArt studiert, und werde jetzt im Oktober stattdessen an der Angewandten Malerei studieren. Das ist und bleibt mein Erststudium und wenn man sonst auch alle möglichen Meinungen zum kunst studieren an sich haben kann, eines bleibt: Meint man das ernst, ist ein Kunststudium verdammt zeitaufwändig. :roll: Das erste Semester besteht nur aus Werkstätteneinführungen und einigen organisatorischen Sachen. Das ganze geht vier Jahre lang. Das dritte jahr verbringe ich ganz im Ausland.
Ich habe auch zwei Jahre neben dem Kunststudium Psychologie studiert. Das Studium möchte ich zwar beenden, aber die zeit drängt eigentlich nicht. Aus allerlei Gründen (die den Rahmen sprengen würden) wäre es trotzdem clever, dass hier in Wien zu beenden, ABER dank signifikant unterschiedlicher Lehrpläne wird mir hier kaum etwas angerechnet. Ich dürfte wohl später Vorlesungen ausfallen lassen und würde ein paar credits bekommen - aber nicht bemerkenswert.
Philologie ist nicht... Nun sagen wir, ich hatte meinen Mathe Leistungskurs sehr gern. Jedoch würde es mir alle Wege in Richtung Buchillustration und Werbung erleichtern und insofern das etwas zählt - ein Bücherwurm bin ich auch. Dazu hat man ja 60 EC! Um sie an anderen Richtungen zu vergeben.
Noch als letztes: ich habe wirklich versucht hier durch zu sehen, aber das System hier unterscheidet sich von allem, was ich je das Glück hatte studieren zu dürfen. In der psyc habe ich eine Auflistung gehabt, das musst du besuchen, das wissen und das sind die Prüfungen - die dann einmal im jahr für jedes modul abgelegt wurden - wahl hatte ich gar keine.
Nun muss ich aber mal realistisch abschätzen, ob das ganze funktionieren kann. :|

1. Kann ich die extra Fächer schon im ersten Semester besuchen (und geprüft werden und anerkannt bekommen), obwohl ich sie beim univie (oder so ähnlich) vor ablegen der steop noch nicht eintragen kann?
2. Muss ich extracurriculums mit Prüfung wählen? Kann ich einfach mehr Sprachen lernen?
3. Kann ich 5 semester in vier stopfen?
4. Kann ich die Bachelor arbeiten im Ausland verfassen?
5. Wie hoch ist der Zeitaufwand für Semesterarbeiten außerhalb der Prüfungen?
6. Kann ich die Bachelor arbeiten schreiben und abgeben, bevor ich alle Extra curriculums absolviert habe? #-o

:shock: es sind einfach zu viele Fragen - ansonsten würde ich mich wohl für Psychologie einschreiben (also die eingangsprüfung), aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht.
Vielen dank für all die offenen Ohren. Mir ist ncoh nie ein so gut funktionierendes uniforum unter gekommen :o

K013
55facher Bundeskanzler
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Re: Philologie als Zweitstudium

Beitrag von K013 » Fr 08.Apr 2016, 23:08

Servus im Hier,
und danke für die Rosen (seit einigen Semestern ist hier schmerzlich wenig los).

Hmm, welches Studium interessiert dich genau?
Den normalen Bachelor Deutsche Philologie?

Wenn man sich etwas länger mit Studienplan und Vorlesungsverzeichnis beschäftigt, ist der im Grunde - natürlich mit etwas Zeit und Einblick - relativ gut zu durchschauen und zu planen, also bzgl. LVen, etc, darin leider schon sehr verschult und schmerzlich eng + modulhaft gestaltet.

1.) Mit Extrafächer meinst du vmtl. die Erweiterungscurriculia (EC). Da im ersten Semester was zu machen, geht nur bedingt, individuell je nach EC und dortigen LVen. Außerdem kannst du sie nur besuchen - dürft eigentlich eh größtenteils gehn -, Prüfungen kannst du aber auf jeden Fall erst machen, sobald du die Steops fertig hast. Also z.b. dann beim zweiten Prüfungstermin Anfang März (mit Besuch im WS).
2.) ECs sind ganz genau in Minicurriculia festgelegt, die andere Institute anbieten, da gibts jeweils einen kleinen Studienplan mit 15 oder 30 ECTS, der genau vorschreibt welche LVen zu absolvieren sind (teils kann man wählen aus einem Themenbereich mit mehreren VOs, alles im vlvz des ECs ersichtlich). Größtenteils also Vorlesungen die man besucht, dann Prüfungen ablegt an 3 möglichen Terminen (meist Ende Semester, Anfang Folgesemester und Ende Folgesemester). Soweit ich im Gedächtnis hab, gibt es überall Prüfungen, alles andere wäre sehr merkwürdig, außer es gibt mal (sehr) vereinzelt prüfungsimmanente LVen mit Seminararbeiten).
http://studentpoint.univie.ac.at/durchs ... curricula/
http://online.univie.ac.at/vlvz?kapitel ... er=current
Einzige Ausnahme sind die 15 ECTS an Alternativem EC, da kann man sich so gut wie alles anrechnen, mitunter auch von Angewandter oder Vorstudien)
3.) In Semester oder ECTS zu denken ist in erster Linie nicht so zielführend. Man muss etwas flexibel bleiben, im Idealfall die verschl. LV-Typen etwas durchmischen (UEs können doch aufwendiger sein, prüfungsimmanent mit Zwischen- und Abschlussprüfung zu Mittelhochdeutsch, Grammatik oder Theorie). Ob man das ganze beschleunigen kann, hängt - daneben wie leicht man sich mit Prfg.+Seminararbeiten tut - wohl in erster Linie davon ab, in wie viele PI-LVen (prüfungsimmanente=anwesenheitspflicht, Anmeldung mit Punktesystem) man tatsächlich auch hineinkommt, nen Platz erwischt, muss man schon strampeln, Kompromisse in LV-Wahl eingehen und/oder kreative Wege suchen, damit man mit wenigen Punkten in viele PI-LVen reinkommt (also EU, UE, PS, SE). Außerdem gibt es dann auch noch die Vorraussetzungsketten (inkl. bereits bei Steop), die neuerdings streng exekutiert werden, und so den Studienfortschritt mitunter verlangsamen, einen hie und da einbremsen. Solche Löcher stopft man sich meist mit vielen Vorlesungsprüfungen, die ein oder andere VO einfach mal mit Mitschriften, etc. schnell reinlernen. (Oder Lateinergänzungsprüfung, hast du Latein schon, also genügend Stunden von irgendwoher?, kostet sonst mittendrin auch enorm Zeit)
4.) Die Arbeiten (egal ob jetzt für nen PS oder B-SE) kann man im Grunde überall verfassen. In den Seminaren muss man allerdings immer anwesend sein (bzw. nur 2-3 erlaubte Fehlstunden), und die Abgabe bereits 3 Monate nach Ende des Seminars erfolgen 30.04/30.09. (geht ja auch per Post, bei manchen sogar per Mail), falls der Prof. nicht ohnehin noch frühere Abgabefristen einfordert.
5.) Sehr, sehr unterschiedlich. Das liegt völlig an einem selbst, Tage bis Monate, kommt drauf an wie fleißig/ausführlich man unterm Semester bereits die Literaturrecherche betrieben hat fürs Referat (= meist bereits Seminararbeitsthema) und was für ein Thema man sich im Detail erwählt hat, + v.a. welche Ansprüche man an sich selbst stellt (gilt ohnehin für alle Leistungserbringungen als zentraler Faktor fürn Zeitaufwand).
6.) Ja, kein Problem. Gibt im Ablauf nicht viele Unterschiede zu normalen Seminaren, nur paar Seiten mehr schreiben.

So, ich hoffe ich habe dich damit nicht erschreckt.
Klingt, und erscheint bei erstem Durchblick, alles komplizierter als es ist. Unterschätzen darf man den Aufwand dennoch nicht, das Studium dauert einfach seine Zeit, Freude am - und Begeisterungs für´s - Lesen erleichtert allerdings vieles.
Für mich - als quasi Literaturfreak und Quereinsteiger aus techn. Beruf - war es ein wundervolles Studium, eine schöne Zeit. Wenn man das Lesen und Schreiben liebt, kann das Studium Spaß machen ;) (Auch wenn im BA noch einiges mühevolles anderes und leider viele VO-Prfg.en dabei waren, die ECs aus anderen Studien fand ich dabei aber noch positiv)

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