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Unterrichtspraktikum abbrechen

Verfasst: Mi 21.Sep 2016, 13:17
von coralin
Hat schon mal jemand sein UP abgebrochen? Habe im September damit begonnen und zweifle gerade stark an meiner Berufswahl.

Re: Unterrichtspraktikum abbrechen

Verfasst: Fr 30.Sep 2016, 11:45
von Kimyona123
Da bisher noch niemand geantwortet hat, melde ich mich mal :)

Ich hab selbiges leider noch nicht absolviert (kämpfe gerade in meiner Abschlussphase mit Diplomarbeit, allgemeiner Angst/Panik vor dem Abschluss, usw. ufs.), aber ich will trotzdem mal nachfragen:
- Wieso denn? Was genau stört dich, gibt es Probleme, ist es allgemein der Ablauf des UPs? z.B. ist deine Betreuerin/dein Betreuer keine Unterstützung oder ist alles zu viel?
(Eine Freundin von mir hat als Bachelor-Studentin ein Jahr unterrichtet und gemeint, sie wurde kaum betreut - obwohl sie keine pädagogische Vorbildung hatte! - Sie brauchten halt Lehrer und sie konnte zum Glück alles meistern, aber Unterstützung wäre trotzdem notwendig gewesen)

Oder macht dir das Unterrichten schlicht keinen Spaß mehr? Oder die Fächer?
Ich nehme schon an, dass Leute ihr UP auch schon abgebrochen haben - die Frage ist, obs noch einen im Forum herumtreibt, der dir deswegen schreiben kann.

Re: Unterrichtspraktikum abbrechen

Verfasst: Mi 05.Okt 2016, 6:19
von coralin
Tja, eigentlich passt alles (super Schule, nette BL, Klassen sind ok), aber es macht einfach keinen Spaß. Ich kann auch nicht genau sagen, was das Problem ist. Ich arbeite mich von Wochenende zu Wochenende und denke mir, das kann es doch nicht sein.

Re: Unterrichtspraktikum abbrechen

Verfasst: Do 20.Okt 2016, 9:21
von Kimyona123
Sorry, dass ich erst jetzt antworte :?

Dann hab ich einige Vermutungen/Überlegungen: Es ist anders und du bist einfach 'nur' enttäuscht, dass es nicht so ist wie du's dir vorgestellt hast bzw. du hast die Lust am Unterrichten allgemein verloren -
das drückt natürlich die Motivation und die Stimmung, normalerweise ist das aber nur eine Phase, die mal länger, mal kürzer dauert. Ich hatte sowas schon im Laufe vom Studium (ja, muss nicht nur unbedingt der Job sein), wo ich mir gedacht hab "Will ich das wirklich?!" - dann aber mein Interesse am Fach wieder gefunden hatte. Sowas ist normal. Kann ja nicht jeder immer zu 100% motiviert sein, manche können nur damit besser umgehen als andere (sprich, sich besser dazu motivieren, trotzdem was durchzuziehen. Bei anderen ist's dann eine richtige Qual, was zu tun, was ihnen so gar nicht gefällt).
Lösungsvorschlag bei enttäuschten Erwartungen: Mit irgendwem darüber reden, möglichst jemandem, der die Situation kennt, sprich jmd der evtl auch gerade das UP macht, oder dem/der BL. Aber nur, wenn du auch glaubst, dass du mit ihnen darüber reden kannst. Vl hilft es auch, mit einem vollkommen Unbeteiligten zu sprechen, und dir einfach alles von der Seele zu reden - dann kannst du vielleicht auch ein konkretes Problem ermitteln? (z.B. die Bürokratie zerrt an deinen Nerven, die Vorbereitung ist zehnmal anstrengender als gedacht usw.).

Allerdings, nachdem du gesagt hast, dass sonst eigentlich alle nett sind, es also eigentlich Spaß machen sollte, klingt das für mich nach einer psychischen Komponente, die hier reinspielen könnte - es weist nämlich in Richtung (Winter-) Depression. Wenn du jetzt auch noch dir selbst bestätigen kannst, dass dir auch privat kaum noch was Spaß macht, dann solltest du evtl. mit einem Arzt/einer Ärztin drüber reden. In dem Fall hilft "durchbeißen" nämlich nur in den seltensten Fällen - und es ist einfach nur Selbstquälerei.

In jedem Fall: Reden wäre wohl die beste Lösung. Du kannst natürlich auch noch abwarten, wie es sich weiter entwickelt - vl fehlen dir auch noch im Job Erfolgserlebnisse, die dir zeigen, dass das was du tust auch Wirkung hat.

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich irgendwie helfen konnte.