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Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

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WeiRdKaktuS
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Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von WeiRdKaktuS »

Hallöchen!

Mit meiner Studienwahl (LA Deutsch/ Russisch) bin ich voll zufrieden und mach es auch total gern. Allerdings kommen mir immer mehr Bedenken, da Russisch ja nur begrenzt an Schulen angeboten wird, daher rechne ich mir mehr Berufschancen mit einem 3. LA-Fach aus. Zur Wahl stehen momentan Geschichte und Englisch und ich wollte mal so in den Raum fragen, ob es hier jemanden gibt, der diese Studienrichtungen auf Lehramt macht.

Geschichte habe ich 1 Jahr auf Diplom studiert, hat mir damals weniger getaugt (obwohl ich sonst total auf alles Historische abfahr... habs damals abgebrochen, weil mich das Diplomstudium null erfüllt hat und es auch sonst einige Troubles gab). Hat sich das vielleicht mit dem neuen Studienplan geändert? Zwei Grundkurse habe ich damals absolviert. Ich hab sie mir bei der Germ für die FWF anrechnen lassen. Könnte man das im Fall des Falles wieder rückgängig machen (damit ich mir zumindest Lektüre historiographischer Texte und irgendwas mit wissenschaftlicher Textproduktion "erspar")?

Wie steht es generell mit den Studien? Sind sie überfüllt (befürchte ja...)? Sind sie interessant? Was gefällt euch weniger? Bei Englisch: Wie läuft dieser Sprachtest ab? Rechnet man auf der Anglistik Sprachzertifikate (in meinem Fall das First Certificate von Cambridge) an?

Liebe Leute, bin für jeden Input dankbar, da ich höchst verzweifelt meine weitere Zukunft plane :D
"Lest, soviel ihr könnt! Lest Straßenschilder und Speisekarten, lest die
Anschläge im Bürgermeisteramt, lest von mir aus Schundliteratur - aber lest!
Lest! Sonst seid ihr verloren!"
(Rumo & die Wunder im Dunkeln, Walter Moers)
_Claus_
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von _Claus_ »

Also ich studier auch GEshcichte Lehramt (Allerddings erst im ersten Semester, dementsprechend wenig Ahnung ;)) Aber ich finds sehr angenehm und im Gegensatz zu Vorlesungw ie "Germanistische Sprachwissenschaft" überhaupt nicht überfüllt.
dani_ela
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von dani_ela »

Hallo.

Ich mach D und E im 4. Semester.
Über den Sprachtest kann ich dir nichts sagen (den haben sie mir damals angerechnet, da ich davor an der Translationsuni stdiert habe), aber ich glaube, es gibt jetzt einen Erlass, wonach ihn JEDER machen muss. Der Sprachtest ist aber, soweit ich das mitbekommen habe, keine große Hürde.
Ein Problem könnten eventuell die Anfangsübungen Integrated Language and Study Skills 1+2 sein. Da quälen sich viele durch. Aber vielleicht taugt dir das ja, ich will jetzt nicht sagen, dass du es nicht machen sollst.
Sonst geht's halt sprachwissenschaftlich und lit.wissenschaftlich zu. Ein Teil überschneidet sich mit D (Sprachgeschichte/History of English; Study of Language/Sprachwissenschaft). Ansonsten finde ich, dass es schon aufwändig ist, relativ viel zu lernen, aaber es ist halt wie überall, wenn man immer mitlernt, dann hat man's leichter. Die meisten geben einem die Chance, gleich mitzulernen (von VO zu VO einige Chapter lesen, ein Prof bietet Self-Tests auf Fronter, etc.). Das ist allerdings schon aufwändig. Daher würd ich sagen, dass es nichts ist, das "einfach so nebenbei" rennt. Ich steck schon mehr Energie in E als in D, obwohl ich mir nicht sonderlich schwer tu. Aber die Fachdidaktik finde ich relativ gut.
Platzmangel gibt's teilweise, aber bis jetzt hab ich noch fast alle Plätze bekommen, die ich wollte.

Aber das ist meine absolut subjektive Meinung, weißt eh. Bitte hol noch andere ein. Ich finde aber, man kann's eh nur wissen, wenn mans versucht. Du kannst ja mal reinschnuppern in die laufenden VOen und dich dann entscheiden. :wink:

Lg
Enostus
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von Enostus »

Ich studier Englisch im 2. Semester gemeinsam mit Deutsch.

Über den Sprachtest brauchst du dir keine großen Sorgen machen. Wenn man einigermaßen gut Englisch kann, ist der ein Klacks.

Die VOs bei Englisch sind größtenteils sehr interessant (subjektive Meinung, ich weiß) und es gibt viele junge, motivierte LV-Leiter. Vom Arbeitsaufwand war's für mich bisher höher als Deutsch, aber das kommt auch immer drauf an, bei wem man was macht. Wovor du dich aber in Acht nehmen solltest, sind die Prüfungen auf der Anglistik. Die der STEP-VOs scheinen zum Teil darauf ausgelegt, die Unwilligen und Unfähigen auszusieben (besonders Language Analysis und Study of Language). Wie's bei den späteren LVs aussieht, kann ich dir nicht sagen, so weit bin ich noch nicht.

Vielleicht auch noch wichtig zu erwähnen: auf der Anglistik geht alles viel geregelter zu als auf der Germanistik. Das beginnt schon beim Studienplan, der viel stärker aufbauend ist. Vor allem für die prüfungsimmanenten LVs gibt's recht viele Voraussetzungen. Ganz extrem wird's bei den Prüfungen, die zum Teil strikt durchorganisiert sind, mit Namenslisten beim Eingang und Platzanweisern in den Hörsälen selbst.

Überfüllt sind die Hörsäle auf der Anglistik leider schon, vor allem Anfang des Semesters landet man schonmal auf den Stiegen. Ein kleiner Tipp ist da, wenn zeitlich möglich und angeboten, immer die VOs im C1 zu machen und sich den ständig überfüllten und stickigen C2 zu ersparen.

Ansonsten kann ich dir halt nur raten, dich mal in ein paar VOs reinzusetzen und zu sehen, ob's dich interessiert. Wenn ja, ist Englisch glaub ich eine gute Wahl. :)
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Kimyona123
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von Kimyona123 »

Hab jetzt mein zweites Semester in English und Deutsch (auf LA) hinter mir und trudle langsam ins 3 Semester :)

Und ich muss sagen: Bei der Anglistik kommt es eigentlich nur darauf an, welche Lehrer/ bzw. LehrerInnen du für die Übungen (da die VOs ja teilweise nur zu einer Zeit angeboten werden) erwischst.
Ich muss dazu sagen: ich verstehe deine Bedenken. Ich kann mich erinnern, vor ca. einem Jahr hab ich mich hier im Forum angemeldet und war perplex, als ich gesehen habe, dass so viele Leute von Englisch auf z.B. Geschichte oder Psychologie wechseln, weil die Prüfungen so hart sind.
Dem kann ich zustimmen. Für "einfach so nebenbei" ist Englisch vielleicht nur was, wenn du nicht in der Mindest-Studienzeit für das Fach fertig werden willst, denn anstrengend ist es schon, denn man muss viel Lernaufwand reinstecken. Ich kanns leider noch nicht so ganz beurteilen, ich hab Englisch ein bisschen unterschätzt:
Ich hab am Ende vom 1. Semester 'nur' meine Deutschprüfungen und eine Prüfung in Englisch geschafft und bin bei den anderen Englischprüfungen (und einer Deutschprüfung) erst beim 2. Termin angetreten.
Deutsch hab ich mit meiner normalen Lerntechnik geschafft, und zwar mit ner 2 (Germanistische Sprachwissenschaft) aber Englisch hats mich richtig aufgeschmissen, weil ichs unterschätzt hatte. Die Prüfungen sind nämlich nicht nur so angelegt, dass sie die Lernunwilligen rauswerfen, sondern dass teilweise Dinge, die für das Studium eigentlich nicht relevant erscheinen (oder sind) abgefragt werden, zumindest ist das bei "Introduction to the study of language" so. Denn da muss man die Bücher ordentlich durcharbeiten, weil der Test recht gemein gestaltet ist (er besteht aus 2 Teilen zu je 50 Punkten. Wenn man auf den ersten Teil nicht mindestens 25 Punkte hat, ist es egal wie viele Punkte der zweite Teil hat, denn dieser wird da gar nicht erst angeschaut).
Jemand sagte mir einmal, das Leben bestehe nicht nur aus Lesen.
Ich antwortete: "Das stimmt. Doch Lesen macht das Leben bei Weitem erträglicher."
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Kimyona123
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von Kimyona123 »

(sorry, in einem Kasterl wurde es mir zu viel, deswegen folgt hier noch ein Post XD)

Aber: wenn man wirklich gut lernt, schafft man die Tests, denn das Wissen braucht man später wirklich.
Ich hab mich zwar durchgequält, habs aber geschafft und mir einfach vorgenommen bei den Prüfungen fürs 2. Semester (ich machs wie im ersten Semester, Deutschprüfungen zuerst und dann wieder Englisch, dann hab ich mehr Zeit zum lernen, die ich, was ich zugeben muss, vorher einfach nicht gut genutzt habe) einfach bessere Noten zu schreiben (wie in Deutsch XD).

Aber um von den Prüfungen wegzukommen: Die VOs sind wie in Deutsch, teilweise langweilig, teilweise interessant ;)
Und bei den Übungen zählt wirklich nur, zu welchen Lehrer/innen man geht. In ILSS I+ II fallen nämlich eigentlich nur Leute durch, wenn sie entweder nicht mitarbeiten oder die falschen Professoren erwischen.
Z.B. Ich (und eine Studienfreundin) hatten das Glück bei einer ziemlich lieben, jungen Frau zu landen, die richtig nett war, immer nachgefragt hat, obs Probleme gibt, Sachen erklärt hat etc. (sie hieß ich glaube Müller-Lipold oder so). Die ist dann aber Ende des Semesters hochschwanger gewesen, deswegen mussten wir uns für ILSS II jemand anderen suchen und haben uns A. Berger ausgesucht, der zwar streng, aber sehr sehr nett ist (wenn du dich für Englisch entscheidest, für "Introduction to the study of language" macht er einen zusätzlichen Transcription-Kurs (also eine Art Tutorial), den ich empfehlen würde, zu machen. Da kannst ihn in Action sehen XD)

Eine andere Freundin (sie studiert Japanologie und Englisch) hatte das Pech zu einer Frau namens Lipold-Stevens zu kommen! (Wenn du Englisch studierst: VERMEIDE sie!) Bei der hat sie zum Beispiel auf einen Midterm-Test einen 5er bekommen, weil sie einen Zettel zu wenig bekommen hat und nicht gewusst hat, dass man 5, statt nur 4 Zetteln ausgeteilt bekommen müsste. Die Lehrerin hat sie nur niedergemacht und gemeint, dass hätte sie halt zu Beginn des Tests melden müssen! Ich hoffe du verstehst, warum ich empfehle der Frau aus dem Weg zu gehen (sie hat auch offensichtlich ihre Lieblinge in den Übungen, die sie dann immer anderen vorzieht. Sie macht also alles, was ne Lehrerin nicht tun sollte.)

Aber ansonsten sind die meisten Anglistik-Lehrer in Ordnung :D

Hoffe, das hat dir irgendwie geholfen (und dich nicht abgeschreckt) :lol:
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In-sei-da

Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von In-sei-da »

WeiRdKaktuS hat geschrieben:Ich hab sie mir bei der Germ für die FWF anrechnen lassen. Könnte man das im Fall des Falles wieder rückgängig machen?
Das wird schwer, weil der Bescheid wohl schon rechtsgültig ist. :lol: :?

Momentan hättest mit Deutsch kein großes Problem. Da werden LehrerInnen noch und nöcher gesucht. Bekämst halt wohl eher wenig bis keine Stunden in Russisch. :roll:

Vom Studium an sich habe ich ja nu keinen Tau. Aber ich tät Dir eher zu Anglistik raten, denn zur Geschichte. Weil da momentan auch LehrerInnen gesucht werden zum einen und weil´s halt auch eher ein Hauptfach ist zum anderen. ;)
Wenn´s für Di also insgesamt wurscht ist, welches Fach Du machst, . . .
raffaela1012
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von raffaela1012 »

ich glaub, dass du allein mit Deutsch deine Lehrverpflichtung füllen wirst können! In 2-3 Jahren haben wir sooo einen Lehrermangel, dass das ein Wahnsinn sein wird. Oft findet man jetzt schon StudentInnen des 2. Abschnitts an den Schulen. Keine Seltenheit mehr. Also nur aus dieser Angst heraus, würde ich mir kein drittes Fach "antun"
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WeiRdKaktuS
Mag. Germ.
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Re: Geschichte-/ AnglistikstudentInnen hier?

Beitrag von WeiRdKaktuS »

Die Stimmen vom Lehrermangel hab ich auch schon vernommen (juhu :-D ), aber ich weiß nicht, wie sehr mir das in Zukunft taugen wird, jahrelang NUR Deutsch zu unterrichten (wozu hab ich dann das Zweitfach studiert?). Deswegen die Alternative mit dem 3. Lehramtsfach. Es wird wohl ein Nebenfach werden, da ich weiß, wie zeitintensiv Sprachstudien sind und ich auch eine Menge Anglisten befragt habe. Und 3 Hauptfächer, noch dazu Sprachen... könnte anstrengend werden :)

Danke auch für die Forumsbeiträge und die Einblicke in euren Studienalltag - hat mir wirklich sehr weitergeholfen!!
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